Du veranstaltest ein Event und fragst dich, wie du genug Teilnehmer erreichst, ohne dein gesamtes Budget für Werbung auszugeben? Klassische Werbekanäle wie Zeitungsanzeigen oder Plakate sind teuer, kaum messbar und werden oft der falschen Zielgruppe angezeigt.
Social Media Marketing hilft dir bei genau diesen Problemen. Plattformen wie Instagram, Facebook, TikTok und LinkedIn ermöglichen es dir, präzise deine Wunsch-Zielgruppe anzusprechen – sei es nach Alter, Interessen, Standort oder Verhalten. Mit organischen Posts, Stories und Reels kannst du sogar völlig kostenlos Reichweite aufbauen. Und wenn du bezahlte Anzeigen schaltest, behältst du die volle Kostenkontrolle und siehst in Echtzeit, was funktioniert.
Ein weiterer Vorteil: Social Media macht Event-Marketing interaktiv. Deine Zielgruppe kann deine Posts teilen, Freunde markieren und so als Multiplikator wirken. Das Ergebnis: Mehr Reichweite für weniger Geld und eine Community, die sich bereits vor dem Event mit deiner Marke verbindet.
In diesem Guide zeigen wir dir, wie du Social Media strategisch für dein Event nutzt – von der Plattform-Auswahl bis zur Content-Planung für jede Event-Phase.
Warum Social Media Marketing?
Social Media Marketing bietet dir dabei einige Vorteile, die besonders für Anzeigen den Unterschied ausmachen können.
Einer der größten Vorteile von Social Media Marketing betrifft die Zielgruppe, die deine Anzeigen sehen. Mit anderen Werbekanälen werden häufig auch Personen erreicht, die nur wenig Interesse an deiner Veranstaltung haben. In Social Media Kanälen kannst du deine Zielgruppe klar definieren, nur Personen in deiner Zielgruppe sehen deine Anzeigen.
Ein weiterer Vorteil von Social Media ist die enorme Reichweite, die du erzielen kannst. Während klassische Werbung auf einen geografischen Bereich beschränkt ist, erreichen Social Media Plattformen Millionen von Nutzern täglich. Besonders durch virale Effekte kann deine Event-Bewerbung eine Reichweite erzielen, die weit über dein ursprüngliches Budget hinausgeht. Wenn Nutzer deine Posts teilen, ihre Freunde markieren oder dein Event in ihren Stories erwähnen, erreichst du automatisch deren gesamtes Netzwerk – völlig kostenlos.
Social Media war lange Zeit vor allem bei jüngeren Zielgruppen beliebt. Mittlerweile nutzen aber auch ältere Generationen Plattformen wie Facebook und Instagram aktiv. Das bedeutet: Egal ob du ein Festival für die Generation Z oder eine Business-Konferenz für erfahrene Führungskräfte planst – deine Zielgruppe ist auf Social Media erreichbar. Die richtige Plattform-Auswahl ist dabei entscheidend.

Anders als bei Google Anzeigen, wo jeder Klick kostet, kannst du auf Social Media auch ohne Werbebudget Reichweite aufbauen. Durch organische Posts, Stories und Reels kannst du deine Community kostenlos über dein Event informieren und Interesse wecken. Besonders Event-Content mit emotionalen Momenten, Behind-the-Scenes-Einblicken oder Teaser-Videos wird häufig geteilt und erreicht so ein größeres Publikum, ohne dass du dafür bezahlen musst. Viele erfolgreiche Events starten mit organischem Content und schalten erst später gezielt Anzeigen.
Social Media eignet sich weniger als direkter Verkaufskanal für Tickets, sondern vielmehr als erster Berührungspunkt mit potenziellen Teilnehmern. Nutzer scrollen durch ihre Feeds, entdecken dein Event, werden neugierig und informieren sich weiter. Der eigentliche Ticketkauf erfolgt dann oft später über deine Webseite oder Ticketing-Plattform. Deshalb ist es wichtig, Social Media als Teil deiner gesamten Marketing-Strategie zu sehen: Es weckt Interesse und Awareness, während andere Kanäle die Conversion übernehmen. Mit den richtigen UTM-Parametern kannst du nachverfolgen, wie viele Ticketkäufe ursprünglich durch Social Media angestoßen wurden.
Social Media Plattformen nutzen maschinelles Lernen, um deine Anzeigen automatisch auf dein Marketing-Ziel auszurichten. Wenn du beispielsweise mehr Ticketverkäufe erzielen möchtest, lernt der Algorithmus, welche Nutzer am wahrscheinlichsten kaufen und zeigt diesen bevorzugt deine Anzeigen. Das gleiche gilt für andere Ziele wie Reichweite, Engagement oder Website-Besuche. Diese automatische Optimierung verbessert sich mit der Zeit und sorgt dafür, dass dein Budget effizienter eingesetzt wird – ganz ohne dass du manuell eingreifen musst.
Phasen der Event Bewerbung
Bei der Bewerbung deines Events gibt es dabei drei wichtige Phasen, die du beachten solltest. Die Bewerbung untergliedert sich üblicherweise in diese Abschnitte:
- Bewerbung vor dem Event
- Bewerbung während dem Event
- Bewerbung nach dem Event
Die verschiedenen Phasen der Bewerbung verfolgen dabei auch unterschiedliche Ziele. Die Bewerbung vor dem Event wird dabei häufig in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt ist die Erhöhung der Reichweite das Ziel, um möglichst viele interessierte Nutzer zu erreichen. Im zweiten Abschnitt ist vor allem der Ticketkauf das Ziel. Für kleinere Veranstaltungen sollte diese Phase spätestens 4-6 Wochen vor dem Event beginnen. Bei größeren Veranstaltungen deutlich früher.

Die Phase während des Events ist besonders für interessierte Nutzer gedacht, die sich gegen eine Teilnahme entschieden haben. In dieser Phase wird häufig eine Fear of Missing Out (FOMO) erzeugt, die viele interessierte Nutzer dazu bringt, beim nächsten Event teilzunehmen. Diese Phase eignet sich weniger für die Bewerbung und wird häufig nur organisch bespielt.
Die Phase nach dem Event wird häufig wieder beworben. Das Ziel ist hierbei, dass zufriedene Teilnehmer und besonders interessierte Nutzer kurz nach der Veranstaltung ein Ticket für die nächste Veranstaltung kaufen. Besonders relevant ist diese Phase, wenn Early-Bird-Tickets angeboten werden. Diese Phase beginnt üblicherweise direkt nach dem Event.
Übersicht über die Phasen der Eventbewerbung
| Phase | Ziel | Zeitraum |
|---|---|---|
| Vor dem Event | Reichweite erhöhen Ticketverkäufe steigern | Beginn: Spätestens 4-6 Wochen vor dem Event Ende: Vor Eventbeginn |
| Während dem Event | Interessierte Nutzer ohne Ticket mitnehmen | Mit Beginn und Ende der Veranstaltung |
| Nach dem Event | Weitere Veranstaltungen ankündigen Early Bird Tickets verkaufen | Beginn: Direkt nach dem Event |
Welche Plattformen sind wann geeignet?
Facebook verfügt über eine sehr große Reichweite. Besonders relevant ist diese Plattform für die ältere Zielgruppe, die über andere Social Media Kanäle nur schwer zu erreichen ist. Wenn diese Zielgruppe erreicht werden soll, wird hauptsächlich Facebook als Plattform empfohlen.
Facebook hat auch den großen Vorteil, dass ausführliche Eventseiten erstellt werden können. Diese enthalten alle Informationen zu der Veranstaltung. Zusätzlich können Nutzer Interesse an der Veranstaltung zeigen oder zur Veranstaltung zusagen. Nutzer haben auch die Möglichkeit, ihre Freunde zur Veranstaltung einzuladen. Daher sollte für jedes Event eine Facebook Eventseite erstellt werden, auch wenn das Event nicht über Facebook beworben wird.
Facebook verfügt auch über ein Feature für Gruppen, welches häufig verwendet wird. Besonders für Veranstaltungen für sehr spezifische Zielgruppen oder wiederkehrende Veranstaltungen sollte dieses Feature genutzt werden.
Da die jüngere Zielgruppe nur selten auf Facebook zu finden ist, ist die Interaktion auf diesem Kanal etwas geringer als auf anderen Kanälen. Vor allem bei Anzeigen und Posts, die Interaktionen generieren sollen, ist das zu beachten.
Um erfolgreich zu sein, sind bei Facebook längere Textposts notwendig. Jeder Textpost sollte dabei über mindestens ein aussagekräftiges Bild verfügen. Videos sollten auch beworben werden, sind für Facebook jedoch weniger relevant.
Facebook wird vor allem in der Freizeit verwendet. B2B Inhalte haben daher auf Facebook nur eine sehr geringe Reichweite.
Facebook eignet sich optimal für die Bewerbung eines lokalen oder wiederkehrenden B2C Events für die Zielgruppe zwischen 30-60 Jahren.

Wie Facebook ist auch Instagram eine Plattform von Meta. Mit dem Meta Business Manager können daher sowohl Facebook als auch Instagram Anzeigen geschaltet werden.
Instagram ist , im Gegensatz zu Facebook, vor allem für die jüngere Zielgruppe relevant. Die Interaktionsrate ist daher auf dieser Plattform um einiges höher als auf Facebook.
Instagram verfügt über keine eigenen Eventseiten. Jedoch können Tickets bei Instagram Shopping verlinkt werden. Instagram Shopping ist derzeit nur in den USA vollständig verfügbar, im Vereinigten Königreich ist dabei eine offene Beta Phase verfügbar. Im Rest Europas ist Instagram Shopping nicht verfügbar, darum können keine Tickets direkt über Instagram verkauft werden (https://help.instagram.com/337910740093030).
Um auf Instagram erfolgreich zu sein, werden qualitativ hochwertige Bilder und Videos benötigt. Der Aufwand für die Produktion ist hier deutlich höher als bei Facebook.
Ein weiterer Nachteil ist die hohe Konkurrenz auf Instagram. Die meisten Unternehmen sind aktuell auf Instagram aktiv, weil es die bedeutendste Plattform für die jüngere Zielgruppe ist.
Instagram eignet sich optimal für die Bewerbung einer Veranstaltung in den Kategorien Lifestyle/Party oder Festival für die jüngere Zielgruppe.
TikTok
TikTok ist eine Plattform, die besonders bei jungen Nutzern sehr beliebt ist. Als Formate werden hier vor allem Videos bevorzugt.
Die Teilnahme an TikTok Challenges ist dabei eine gute Möglichkeit, Inhalte zu schaffen, die viral gehen. Dabei sollte jedoch auf den Zeitpunkt geachtet werden. Besonders auf dieser Plattform gehen Trends sehr schnell vorüber.
Der große Vorteil von TikTok ist die sehr hohe unbezahlte Reichweite. TikTok zeigt die höchste organische Reichweite aller vorgestellten Plattformen. Auf dieser Plattform kann auch ohne viel Werbebudget einiges erreicht werden.
Auf TikTok werden besonders neue Inhalte bevorzugt. Die Inhalte müssen dabei nicht perfekt sein, es geht darum, möglichst realistisch zu bleiben.
Wie bereits erwähnt, wird TikTok hauptsächlich von der jüngeren Zielgruppe verwendet. Personen über 35 sind dabei kaum auf dieser Plattform vertreten. Daher ist diese Plattform für den Business Content unpassend. Business Events sollten daher nicht mit TikTok beworben werden.
TikTok ist optimal um Partys oder Festivals für die Generation Z zu bewerben.
LinkedIn ist besonders als Business Plattform bekannt. Diese Plattform ist daher besonders für die B2B Zielgruppe geeignet.
Ein Vorteil von LinkedIn ist die hohe Kaufkraft. Da auf LinkedIn besonders viele Führungskräfte und Entscheidungsträger aktiv sind, ist die Kaufkraft der Nutzer dieser Plattform deutlich höher als auf anderen Plattformen.
Zusätzlich bietet LinkedIn eigene Eventseiten für Veranstaltungen. Hier können Nutzer ähnlich wie bei Facebook ihr Interesse zeigen, zu dem Event zusagen sowie das Event mit Freunden teilen. Ein Ticketkauf ist hier nicht möglich.
Da LinkedIn besonders für die B2B Zielgruppe relevant ist, sind hier nur wenige B2C Events vorhanden. Für B2C Veranstaltungen sind die anderen Plattformen daher besser geeignet als LinkedIn.
Zusätzlich ist die Bewerbung auf LinkedIn sehr teuer. Plattformen wie Facebook oder Instagram sind im Gegensatz zu LinkedIn deutlich günstiger.
LinkedIn ist die perfekte Wahl, wenn Business Events wie Konferenzen, Webinare oder Networking Events beworben werden.

Vergleich der Plattformen
| Plattform | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| + Sehr große Reichweite + Ältere Zielgruppe gut erreichbar + Eigene Eventseiten | – Weniger Interaktionen als auf anderen Plattformen – Längere Textposts notwendig | |
| + Besonders für die junge Zielgruppe + Sehr viele Interaktionen | – Keine eigenen Eventseiten – Qualitativ hochwertige Inhalte werden benötigt – Sehr starke Konkurrenz | |
| TikTok | + Sehr hohe organische Reichweite + Kein perfekter Content notwendig | – Nutzer über 35 Jahren kaum vertreten – Unpassend für Business Events |
| + B2B Zielgruppe gut erreichbar + Eigene Eventseiten | – Sehr teuer im Gegensatz zu anderen Plattformen – B2C Events eher unpassend |
Social Media Tipps für die einzelnen Bewerbungsphasen
Wie bereits erwähnt, kann die Bewerbung von Veranstaltungen in drei grobe Phasen eingeteilt werden. In jeder dieser Phasen gibt es dabei mehrere Ziele. In der Phase vor dem Event geht es vor allem darum, erst die Reichweite zu erhöhen und im Anschluss daran möglichst viele Tickets zu verkaufen. In der Phase während des Events ist das Hauptziel, interessierten Nutzern erste Einblicke in die Veranstaltung zu geben. In der Phase nach der Veranstaltung geht es vor allem darum, Eindrücke zu posten und kommende Veranstaltungen zu promoten.
Unterschiedliche Ziele müssen auch unterschiedlich beworben werden. Im folgenden Abschnitt findest du hilfreiche Tipps für die Bewerbung deiner Veranstaltungen in den einzelnen Phasen.
Tipps für die Steigerung der Reichweite auf Social Media
In der ersten Phase der Bewerbung hast du oftmals das Problem, dass deine Veranstaltung noch nicht bekannt ist. Wenn nur wenige Insider von der Veranstaltung wissen, wirst du vermutlich nicht alle Tickets verkaufen. Darum geht es in der ersten Phase vor allem darum, das Event bekannter zu machen. Hierbei helfen die folgenden Tipps:
Tipp 1: Eventseiten erstellen bzw. aktualisieren
Wenn ein Nutzer dein Event interessant findet, landet er häufig auf deiner Eventseite auf Facebook oder LinkedIn. Daher ist es besonders wichtig, dass du diese Daten erst erstellst bzw. aktualisierst sollte diese Seite schon vorhanden sein. Auch wenn deine Zielgruppe nicht auf Facebook oder LinkedIn aktiv ist, solltest du auf diesen Plattformen eine Eventseite erstellen, da sie kostenlos sind.
Auch solltest du deine Social Media Profile aktualisieren. Hier solltest du sicherstellen, dass alle Daten stimmen und zusätzlich auf die folgende Veranstaltung hinweisen.
Tipp 2: Hashtag erstellen
Den Hashtag für deine Veranstaltung solltest du bereits länger vor der Veranstaltung festlegen. Nutzer, die zu deiner Veranstaltung posten, nutzen diesen Hashtag dafür. Achte darauf, dass der Hashtag einzigartig ist und sich von ähnlichen Veranstaltungen deutlich unterscheidet. Prüfe daher vor der Veröffentlichung, dass der Hashtag nicht bereits von anderen Veranstaltungen verwendet wird. Damit sich Nutzer nicht verschreiben, sollte der Hashtag auch möglichst kurz und passend zur Veranstaltung sein.
Best Practices für deinen Hashtag:
- Halte den Hashtag kurz & einzigartig
- Kombiniere Eventnamen und Jahr
- Vermeide Sonderzeichen und Leerzeichen
- Teste verschiedene Varianten
- Nutze den Hashtag in deinen Posts vor dem Event, um ihn bekannt zu machen

Tipp 3: Stories und Reels nutzen
Mit passenden Storys und Reels nutzt du das Format, welches die höchste Reichweite erreicht. Dabei ist das 16:9 Format oftmals wichtiger als das bisher oftmals verwendete 1:1 Format. Besonders mit Youtube Shorts kannst du dabei mit einer sehr hohen Reichweite rechnen.
Stories eignen sich gut für kurze tägliche Updates, daher solltest du dieses Format vor allem kurz vor der Veranstaltung täglich nutzen. Für deine Veranstaltung kannst du Stories für den Behind the Scenes Aufbau oder für die Speaker Ankündigungen nutzen.
Mit Reels lässt sich die Reichweite langfristig über Wochen steigern. In den Wochen vor der Veranstaltung solltest du Reels 3-4 mal die Woche nutzen. Reels sind dabei gut für die Bewerbung des Event Teasers (mit Musik) oder für eine Tour über das Veranstaltungsgelände geeignet.
Tipp 4: Binde Verstärker ein
Um höhere Reichweite zu erreichen, solltest du auch deine Fans nutzen. Bitte deine bisherigen Teilnehmer darum, mit deinen Posts zu interagieren und diese zu teilen. Poste dein Event in spezifischen Gruppen, die daran interessiert sein könnten. Eine weitere Möglichkeit, um deine Reichweite zu steigern, ist die Zusammenarbeit mit Influencern.
Tipps für die Steigerung der Ticketverkäufe auf Social Media
Wenn du deine Reichweite erfolgreich erhöht hast, erreichst du zwar deutlich mehr Nutzer, jedoch werden oftmals nur wenige Tickets verkauft. Dein endgültiges Ziel ist es jedoch, so viele Tickets wie möglich über Social Media Kanäle zu verkaufen. Mit diesen Tipps, kannst du deine Ticketverkäufe über Social Media Kanäle steigern:
Tipp 5: Nutze die richtige Social Media Plattform für deine Zielgruppe
Die Social Media Plattform, auf der du deine Veranstaltung bewirbst, hängt stark von deiner Zielgruppe ab. Wenn du jüngere Zielgruppen für eine B2C Veranstaltung erreichen willst, sind Instagram und TikTok optimal für dich. Für ältere Zielgruppen, die an B2C Veranstaltungen interessiert sind, ist Facebook optimal. Wenn du eine B2B Veranstaltung bewerben willst, ist vor allem LinkedIn für dich relevant.
Tipp 6: Erzeuge FOMO
Fomo oder Fear of Missing Out bezeichnet die Angst eines Nutzers, ein bestimmtes Ereignis zu verpassen. Diese kann durch mehrere Mittel künstlich gesteigert werden. Achte dabei vor allem darauf, dass die Ankündigungen auch der Realität entsprechen. Andernfalls kann dies sehr schnell aufgedeckt werden.
Wie du FOMO erzeugen kannst:
- Limitierte Tickets wie zum Beispiel “Nur mehr 50 Tickets verfügbar”
- Countdown Posts wie zum Beispiel “Early Bird Tickets nur noch 3 Tage verfügbar”
- Exklusivität wie zum Beispiel “Nur für Community Mitglieder”
- Social Proof wie zum Beispiel “Mehr als 500 Teilnehmer haben bereits zugesagt”
- Live Updates während des Events

Tipp 7: Arbeite mit Social Media Zielgruppen
Mithilfe von Social Media Zielgruppen kannst du Nutzer mit denselben Demographien und Interessen erreichen. Du kannst dabei von Social Media Plattformen erstellte Zielgruppen nutzen oder Zielgruppen selbst erstellen. So kannst du zum Beispiel mit einer Anzeige alle Nutzer erreichen, die deine Seite zwar besucht haben, jedoch kein Ticket gekauft haben. Da diese Zielgruppe besonders interessiert an deiner Veranstaltung ist, kannst du hier durch gezielte Werbung besonders viel erreichen. Eine weitere Möglichkeit, Zielgruppen zu nutzen, sind sogenannte Lookalike Zielgruppen. Hier analysieren die Social Media Plattformen deine Zielgruppen und finden Nutzer, die sich ähnlich wie deine Zielgruppe verhalten. Diese neue Zielgruppe kannst du mit gezielter Werbung ansprechen.
Tipp 8: E-Mail Marketing
Newsletter zählen zwar nicht zu Social Media Marketing, sind jedoch ein weiteres wichtiges Tool, um deine Verkäufe zu steigern. Achte darauf, dass du den Newsletter nur an Nutzer sendest, die der Übermittlung auch zugestimmt haben. Vor allem solltest du auf den Double Opt In achten. Dabei meldet sich ein Nutzer auf deiner Website für den Newsletter an und muss diese Anmeldung in der E-Mail nochmals bestätigen. Erst nach dem Double Opt In, darfst du den Nutzern E-Mail senden. Newsletter eignen sich auch sehr gut für die Einbindung von FOMO. Besonders angesprochen fühlen sich Newsletter Empfänger dabei, wenn sie etwas bekommen, was Event-Besucher, die keinen Newsletter erhalten, nicht bekommen.
Tipps für die Phase während des Events auf Social Media
Tipp 9: Hashtag gut sichtbar platzieren
Wie in Tipp 2 bereits erwähnt, solltest du einen passenden Hashtag für deine Veranstaltung verwenden. Damit dieser von den Nutzern auch verwendet wird, musst du diesen auch kommunizieren und gut sichtbar platzieren. Die Möglichkeiten, den Hashtag zu platzieren, sind dabei vielfältig. Der Hashtag könnte zum Beispiel in der digitalen Agenda verlinkt werden, oder auf Postern und Flyern kommuniziert werden. Optimalerweise verwendest du dabei auch einen QR-Code. So können Nutzer direkt auf den Hashtag zugreifen.
Tipp 10: Nutze Social Walls
Nachdem du den Hashtag der Veranstaltung klar kommuniziert hast, werden die meisten Posts mit diesem Hashtag veröffentlicht. Um den Event-Teilnehmern zu zeigen, was Nutzer über deine Veranstaltung posten, sind Social Walls optimal. Social Walls sind Bildschirme, die Beiträge zeigen, die zu deiner Veranstaltung gepostet wurden. Um weitere Teilnehmer zu animieren, Beiträge über deine Veranstaltung zu veröffentlichen, kannst du auch Gewinnspiele nutzen. Zum Beispiel könnte der Nutzer, der den Beitrag mit der höchsten Interaktion mit deinem Hashtag verfasst hat, etwas gewinnen.
Tipp 11: Bilder & Live Streams posten
Interessierte Nutzer sind möglicherweise enttäuscht, wenn sie keine Tickets mehr für deine Veranstaltung bekommen haben. Daher sollten auch diese Nutzer auf dem Laufenden gehalten werden. Poste daher regelmäßig Inhalte deiner aktuellen Veranstaltung. Am besten sind dafür vor allem Videos, Interviews & Reels geeignet. Auch Live-Videos sind eine gute Methode um Nutzer zu engagieren, die kein Ticket für die Veranstaltung haben. Denke jedoch daran, die Live Videos im Vorhinein anzukündigen.

Tipps für die Phase nach dem Event
Tipp 12: Nutze Umfragen
Unterschiedliche Teilnehmer deiner Veranstaltung haben unterschiedliche Bedürfnisse. Nutze daher Umfragen möglichst kurz nach der Veranstaltung, um die Teilnehmer zu fragen, was bereits gut war und was du besser machen könntest. Diese Umfrage dient auch als gute Möglichkeit, um die notwendigen Informationen zum Net Promoter Score einzuholen. Der Net Promoter Score ist eine wichtige Kennzahl zur Kundenzufriedenheit.
Tipp 13: Nutze Ankündigungen
Hast du bereits weitere Events geplant? Dann ist kurz nach dem Event der optimale Zeitpunkt, um auch diese Veranstaltungen hinzuweisen. Kurz nach der Veranstaltung haben die Teilnehmer deine Veranstaltung noch in Erinnerung. Daher ist die Bereitschaft, sich ein Ticket für das nächste Event zu kaufen, deutlich höher. Zusätzlich kannst du auch einen speziellen Rabattcode für die Teilnehmer deiner Veranstaltung anbieten.
Tipp 14: Nutze Zusammenfassungen
Interessierte Nutzer, die kein Ticket für die Veranstaltung hatten, suchen häufig nach Zusammenfassungen der Veranstaltung. Auch für zukünftige Veranstaltungen kann eine Zusammenfassung von bisherigen Events gut genutzt werden. Nutze dazu Videos mit besonderen Highlights oder verarbeite die Veranstaltungen in einem Blogbeitrag auf deiner Webseite. Frage auch Teilnehmer deiner Veranstaltung nach ihren Videos zur Veranstaltung, um das beste Material zu veröffentlichen.
Tipp 15: Binde Teilnehmer ein
Die Teilnehmer deiner bisherigen Veranstaltungen sind wahrscheinlich auch an deinen weiteren Veranstaltungen interessiert. Halte die Teilnehmer mit spannenden Diskussionen und News am Laufenden. Optimalerweise entsteht dadurch eine eigene Community für deine Veranstaltung. Teilnehmer, die in der Community eingebunden sind, werden höchstwahrscheinlich auch Tickets für deine weiteren Veranstaltungen kaufen.
Zusammenfassung der Tipps für die Event Bewerbung auf Social Media Plattformen
Steigerung der Reichweite
- Erstelle bzw. Aktualisiere Eventseiten
- Erstelle einen kurzen und einzigartigen Hashtag für deine Veranstaltung
- Nutze Stories und Reels um die Reichweite zu erhöhen
- Binde Verstärker wie Influencer mit ein
Steigerung der Ticketverkäufe
- Nutze die richtige Social Media Plattform
- Erzeuge Fear of Missing Out
- Arbeite mit spezifischen Zielgruppen in Social Media Plattformen
- Nutze E-Mail Marketing
Während des Events
- Platziere den Hashtag so, dass Teilnehmer ihn verwenden
- Nutze Social Walls
- Poste Live-Einblicke
Nach dem Event
- Nutze Umfragen
- Kündige weitere Veranstaltungen an
- Poste Zusammenfassungen der Veranstaltung
- Bilde eine Community zur Veranstaltung
Die Rolle von Event – Applikationen
Social Media Plattformen wie Facebook und Instagram sind gut für die Bewerbung von großen oder kleineren Veranstaltungen geeignet. Die Gründe dafür sind vielseitig. So verfügen Social Media Plattformen vor allem in der jüngeren Zielgruppe über besonders große Reichweiten. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der Bewerbung von spezifischen Zielgruppen.
Die meisten Social Media Plattformen haben jedoch einen großen Nachteil. Oftmals können Tickets nicht direkt auf der Plattform verkauft werden. Für dich als Veranstalter bedeutet das doppelten Aufwand. Du musst das Event sowohl auf den Social Media Plattformen als auch auf den Eventplattformen pflegen, um Tickets online verkaufen zu können. Das ist oftmals mühsam und birgt eine weitere Fehlerquelle.
Share your Party vereinfacht diesen Prozess für Veranstalter. Wir verbinden Social Media Features mit der Möglichkeit zum Ticketkauf in einer App. Dem Nutzer werden in der App Funktionen geboten, die bereits aus Social Media Plattformen bekannt sind wie:
- Eigenes Profil pflegen
- Eigenen Status anpassen
- Beiträge posten
- Highlights & Erinnerungen zu Veranstaltungen hinzufügen
- Mit anderen Nutzer chatten
Zusätzlich zu den aus Social Media Kanälen bekannten Features, bietet die App auch Veranstaltungsbezogene Funktionen. Dazu zählen Funktionen wie:
- Veranstaltungen in der Nähe entdecken
- Veranstaltungen mit Freunden teilen
- Veranstaltungen über externe Apps wie Whatsapp teilen
- Tickets für Veranstaltungen kaufen
- Den Veranstalter kontaktieren
Dadurch verbindet Share your Party die Funktionen von bekannten Social Media Applikationen mit denen von Event Applikationen. Als Veranstalter findest du auf Share your Party die richtige Community, ohne deine Veranstaltung mehrmals auf unterschiedlichen Plattformen pflegen zu müssen.
Fazit: Dein Weg zum erfolgreichen Event-Marketing auf Social Media
Social Media Marketing bietet dir die perfekte Kombination aus hoher Reichweite, präzisem Targeting und messbaren Ergebnissen – und das oft kostenlos durch organischen Content. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Strategie:
- Plattform Auswahl: Wähle die Plattform, auf der deine Zielgruppe aktiv ist
- Planung in Phasen: Beginne spätestens 4-6 Wochen vor dem Event mit der Bewerbung
- Content Mix: Kombiniere organische Posts mit gezielten Ads
- Hashtag-Strategie: Erstelle einen einzigartigen Event-Hashtag
- Community Aufbau: Nutze dein Event für langfristige Bindung mit den Event-Teilnehmern
Die 15 Tipps in diesem Guide decken alle Event-Phasen ab – von der ersten Reichweiten-Steigerung über FOMO-Erzeugung bis hin zur Post-Event-Kommunikation. Mit der richtigen Umsetzung kannst du deine Ticketverkäufe signifikant steigern und eine loyale Community aufbauen. Hast du noch Fragen? Im folgenden Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen zum Social Media Event Marketing.
Häufige Fragen zur Bewerbung von Veranstaltungen auf Social Media
So individuell wie deine Veranstaltung ist auch die Zielgruppe deiner Veranstaltung. Du solltest die Veranstaltung auf der Plattform bewerben, auf der deine Zielgruppe zu finden ist. Für ältere Zielgruppen ist das vor allem Facebook. Die jüngere Zielgruppe ist meistens auf Instagram zu finden. TikTok ist die Plattform, auf der vor allem die Generation Z zu finden ist. Business Events solltest du auf LinkedIn bewerben.
Social Media Plattformen haben bei der Bewerbung von Veranstaltungen gleich mehrere Vorteile. Der größte Vorteil von diesen Plattformen liegt in der hohen Reichweite aufgrund der vielen registrierten Nutzer. Ein weiterer Vorteil ist die genaue Segmentierung der Zielgruppe. Dadurch kann gezielt festgelegt werden, welche Nutzer die Anzeigen sehen.
Social Media Plattformen sind bei vielen Nutzern beliebt. Diese sehen sowohl organische Inhalte, als auch bezahlte Anzeigen. Der Vorteil von Anzeigen ist dabei, dass die Nutzer deiner Zielgruppe deine Inhalte zum richtigen Zeitpunkt sehen. Das ist mit rein organischen Inhalten nicht immer der Fall. Wir empfehlen dir trotzdem, trotzdem erst mit organischen Inhalten zu beginnen, weil diese kostenlos sind. Wenn die organischen Inhalte bereits die gewünschten Ergebnisse bringen, macht es nur wenig Sinn zusätzlich Geld für Werbung auszugeben.
Wie erwähnt, sollten die drei Phasen der Eventbewerbung auch auf Social Media Plattformen eingehalten werden. Wir empfehlen dabei, spätestens 6 Wochen vor der Veranstaltung mit der Bewerbung der Veranstaltungen zu beginnen. Dieser Zeitpunkt hängt jedoch stark von der Größe der Veranstaltung und der Zielgruppe ab. Je größer deine Veranstaltung ist, desto früher solltest du mit der Bewerbung beginnen.
Der Erfolg deiner Social Media Werbung hängt stark von deinen Zielen der Werbung ab. Wenn du vor allem die Reichweite erhöhen möchtest, so kannst du die erzielte Reichweite als Hauptkennzahl verwenden. Diese wird von den Social Media Plattformen ausgegeben. Weitere Kennzahlen, die du bei diesem Ziel auch beachten solltest, ist die Anzahl an Impressionen, wie häufig ein Nutzer die Anzeige gesehen hat (Frequenz), sowie die Anzahl an Website/App Zugriffen.
Wenn die Erhöhung der Ticketverkäufe dein Hauptziel ist, sind die Ticketverkäufe dein Hauptziel. Dabei solltest du auch den Umsatz, sowie die Kosten immer im Blick behalten. Der Return of Investment (ROI) ist eine Kennzahl, die beides vereint. Diese Kennzahl sagt aus, wie viel € du pro eingesetztem € verdienst.
Wenn du weitere Kennzahlen suchst, auf die du bei der Social Media Bewerbung achten solltest, haben wir diese in unserem Beitrag zu den wichtigsten Event-Marketing-KPIs zusammengefasst.


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