Die wichtigsten Event Marketing KPIs

Die wichtigsten Event Marketing KPIs

Du planst dein Event gerade, weißt aber nicht, wie du den Erfolg deiner Veranstaltung messen kannst? Du möchtest kein zusätzliches Geld für die Bewerbung der Veranstaltung ausgeben, da du nicht weiß, ob das erfolgreich ist? Wir vor Share your Party helfen dir dabei, den Erfolg deiner Veranstaltung messbar zu machen.

Der Erfolg einer Veranstaltung hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Diese hängen teilweise von der Veranstaltung selbst ab, teilweise auch von den Plattformen, mit denen du die Veranstaltung bewirbst. 12 Tipps, wie du deine Veranstaltung effizient bewerben kannst, findest du hier.

In diesem Artikel erläutern wir zuerst, was KPIs sind und wie du diese für dich verwenden kannst. Im nächsten Teil gehen wir direkt auf KPIs ein, die für Veranstaltungen besonders wichtig sind.

Was sind KPIs?

Die Basis für ein erfolgreiches Eventmarketing legst du mit einem einzigartigen Event-Erlebnis aus. Das wahrgenommene Event Erlebnis hängt jedoch stark von den Teilnehmern ab und ist daher kaum messbar. KPIs oder Key Performance Indicators dienen als quantifizierbare Leistungsindikatoren, mit denen der Erfolg deines Events dargestellt werden kann. Mit Hilfe von KPIs können die Ziele des Eventmarketings zu Beginn definiert und regelmäßig überprüft werden.

Diese Kennzahlen sind besonders wirksam, wenn sie regelmäßig über einen längeren Zeitraum betrachtet werden. Dadurch kann auch festgestellt werden, welche Marketingkanäle besonders effizient sind und welche weniger gut funktionieren.

Ohne die Verwendung von KPIs kann der Erfolg einer Veranstaltung nur schwer nachvollzogen und kommuniziert werden.

Unternehmensdashboard auf Papier ausgedruckt
Foto von Lukas: https://www.pexels.com/de-de/foto/nahaufnahme-der-umfragetabelle-590022/

Was sind die SMART Kriterien?

Es gibt mehrere Methoden, die dabei helfen, relevante Ziele für dein Event zu finden. Das bekannteste ist dabei das SMART Framework. Die SMART Kriterien bestehen dabei aus den folgenden Begriffen:

  • Specific: Spezifisch – Ziele sollten klar und gut definiert werden, damit sie auch erreichbar sind. Das Ziel “Mehr Tickets verkaufen” ist zum Beispiel recht unspezifisch. Ein spezifisches Ziel wäre zum Beispiel die Steigerung der Reichweite, die in weiterer Folge zu mehr verkauften Tickets führt.
  • Measureable: Messbar – Ziele müssen messbar sein, damit der Erfolg bewertet werden kann. Ein Ziel wie “Erhöhung der Reichweite” ist hier zum Beispiel nicht zu empfehlen. Empfehlenswerter wäre das Ziel “Reichweite von 100.000 Kontakten erreichen”. Dadurch kann nach der Bewertung genau gemessen werden, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht.
  • Achievable: Erreichbar – Die definierten Ziele sollten auch realistisch erreichbar sein. Das Ziel “Reichweite von 100.000 Kontakten erreichen” hängt stark von der Zielgruppe und dem Werbebudget abhängig. Je nach Zielgruppengröße muss das Werbebudget geplant werden, um dieses Ziel erreichen zu können.
  • Relevant – Ziele, die für die Bewerbung der Veranstaltung nicht relevant sind, sollten auch nicht verfolgt werden. Daher sollte auch immer darauf geachtet werden, dass das Ziel im Zusammenhang mit dem gewünschten Erfolg, zum Beispiel der Steigerung der Eventbesucher, übereinstimmt.
  • Time Bound: Zeitlich begrenzt – Damit die Erreichung eines Ziels geprüft werden kann, muss ein klarer Zeitraum für das Ziel definiert werden. Ein Ziel wie “Reichweite von 100.000 Kontakten erreichen” kann nur schwer geprüft werden, weil der Zeitrahmen nicht definiert ist. Ein besseres Ziel wäre hier zum Beispiel “Reichweite von 100.000 Kontakten bis zum Ende des Jahres erreichen”.

Wofür werden KPIs benötigt?

KPIs werden vor allem benötigt, um wichtige Fragen zum aktuellen Status des Eventmarketings zu beantworten. Um zu prüfen, ob die aktuellen Werbemaßnahmen funktionieren und welche Kanäle besser funktionieren als andere, sind diese Kennzahlen notwendig.

Diese Kennzahlen helfen dir auch in der Kommunikation mit deinen Sponsoren und Partnern. Vor allem wenn du für die Event Bewerbung mit externen Partner zusammenarbeitest, sind diese Kennzahlen notwendig, um die Performance der Werbung zu prüfen.

Welche KPIs sind für Events relevant?

Je nach Bewerbungsphase sind unterschiedliche KPIs für dich relevant. Während zu Beginn der Bewerbung meist die Reichweite und der Tausenderkontaktpreis (Kosten/1.000 erreichte Nutzer) im Fokus stehen, sind in der nächsten Phase besonders die Kennzahlen wie Klickrate, Klicks und Verweildauer relevanter. In der letzten Phase der Bewerbung, die kurz vor der Veranstaltung stattfindet, zählen die verkauften Tickets zu den wichtigsten Kennzahlen.

Die entscheidenden Kennzahlen unterscheiden sich natürlich auch nach Eventart. Wird eine kostenlose Online Veranstaltung beworben, sollte vor allem die Reichweite beachtet werden, da es üblicherweise keine maximale Teilnehmerzahl  gibt. Wird eine Veranstaltung für eine spezifische Gruppe an Interessenten, bei der nur wenige Tickets verfügbar sind, beworben, so muss der Ticketverkauf genauer überwacht werden. Ansonsten kann es passieren, dass die Veranstaltung weiter beworben wird, obwohl sie bereits ausverkauft ist.

Die relevanten Kennzahlen werden in weiterer Folge in Online-, Social-Media- und Offline-Kennzahlen aufgeteilt. Online-Kennzahlen sind dabei besonders in Online-Kanälen wie Google relevant. Offline-Kennzahlen wie zum Beispiel Ticketverkäufe können über die gesamten Kanäle ausgewertet werden. Social Media Kennzahlen sind besonders in Social Media Kanälen zu beachten.

Frau recherchiert und zeichnet
Foto von Antoni Shkraba Studio: https://www.pexels.com/de-de/foto/handgeschrieben-frau-kunst-kreativ-4348401/

Online KPIs

Reichweite

Plattformen: Online Plattformen wie Google Ads, Instagram, TikTok

Ähnliche Kennzahlen: Impressionen, Frequenz

Die Reichweite bezeichnet die Anzahl an Nutzern, die Werbung für ein Event gesehen haben. Dabei gibt es in mehreren Online-Plattformen weitere Kennzahlen, die mit der Reichweite ausgewertet werden.

Die Impressionen oder Ansichten bezeichnen die Häufigkeit, wie oft eine Anzeige ausgespielt wurde.  Ein Nutzer kann die Anzeige dabei öfters sehen und damit mehrere Impressionen auslösen.

Als Nutzer werden dabei die verschiedenen Nutzer betrachtet, welche die Anzeige gesehen haben. Ein Nutzer wird meist durch die Verbindung mit dem eingeloggtem Konto oder durch die gesetzten Cookies wiedererkannt.

Mit der Frequenz wird ausgegeben, wie häufig ein Nutzer eine Anzeige gesehen hat. Um diese zu berechnen, werden die Impressionen durch die eindeutigen Nutzer dividiert.

Bei der Auswertung der Reichweite ist immer die Zielgruppe der Werbung zu beachten. Durch die Zielgruppe wird der Nutzerkreis, welcher die Anzeigen sieht, eingeschränkt. Eine stark eingeschränkte Zielgruppe führt daher zu einer kleineren Reichweite. Zudem sollte auch die Frequenz laufend beachtet werden. Sieht ein Nutzer eine Anzeige sehr oft, ist er schnell genervt davon.

Website Zugriffe

Plattformen: Analysetools wie Google Analytics 4

Ähnliche Kennzahlen: Sitzungen, Nutzer, Sitzungsdauer

Die Website Zugriffe sind vor allem für Online Zugriffe auch eine wichtige KPI. Dabei wird in den meisten Auswertungssystemen zwischen Ansichten, Sitzungen und Nutzern unterschieden.

Nutzer sind dabei einzelne Nutzer, die die Website besuchen. Wie bei der Reichweite werden diese meist durch die eingeloggten Konten oder mithilfe der gesetzten Cookies erkannt.

Als Ansichten werden einzelne Seitenaufrufe bezeichnet. Wenn ein Nutzer die Startseite aufruft, zählt das als eine Seitenansicht. Wenn derselbe Nutzer danach eine Unterseite aufruft oder einem Link auf eine weitere Seite folgt, zählt das als zweiter Seitenaufruf.

Sitzungen bestehen aus mehreren Seitenaufrufen. Eine Sitzung kann dabei als Zugriff eines Nutzers auf die Website verstanden werden. Ruft derselbe Nutzer eine weitere Seite derselben Website auf, bleibt er in derselben Sitzung. Sitzungen laufen üblicherweise auf, wenn der Nutzer die Website schließt, oder nach 30 minütiger Interaktion. Diese Zeitspanne kann in vielen Auswertungstools individuell eingestellt werden. Ruft derselbe Nutzer nach Ablauf der Sitzung die Website erneut auf, so öffnet er eine weitere Sitzung.

Eine weitere wichtige Kennzahl zu den Zugriffen ist auch die Sitzungsdauer. Dadurch kann geprüft werden, ob die Nutzer auch Interesse an den Inhalten haben.

Bei der Auswertung des Traffics sollte darauf geachtet werden, welche Marketingkanäle die meisten und relevantesten Zugriffe bringen. Mit passenden UTM Parametern kann das in den Analysetools schnell und einfach geprüft werden. Dabei sollte auch das Werbebudget pro Marketingkanal bedacht werden.

Interaktionen – Website Engagement

Voraussetzung: Wichtige Interaktionen müssen getrackt werden

Plattformen: Analysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads

Nutzer, die an deiner Veranstaltung besonders interessiert sind, interagieren mit der Website. Unterschiedliche Aktionen, wie Klicks auf Call to Action Buttons, ausführliches Lesen und Scrollen können dabei als Interaktionen in Analysetools angelegt werden.

In vielen Analysetools werden dabei bestimmte Interaktionen ohne zusätzlichen Aufwand ausgewertet. In Google Analytics 4 sind das für Webseiten zum Beispiel:

  • Seitenansichten
  • Scrolling Bewegungen
  • Klicks auf Links die auf andere Webseiten führen
  • Suchfunktion auf Webseiten (mit zusätzlichen Aufwand)
  • Interaktionen mit Formularen
  • Interaktionen mit Videos
  • Downloads (nur bestimmte Dateiendungen)

Dennoch ist es empfehlenswert, besonders wichtige Interaktionen, wie zum Beispiel den Kauf eines Tickets, oder die Markierung von Event Favoriten zu messen. Diese Interaktionen können zum Beispiel mit dem Google Tag Manager integriert werden.

Für Nutzer, die besonders häufig mit der Webseite interagieren, empfiehlt es sich dabei, eine eigene Zielgruppe zu verwenden. Damit können Anzeigen besonders auf diese Nutzer abgestimmt werden, und sie dazu motivieren, ein Ticket zu kaufen. Wichtig zu beachten ist dabei, dass die Nutzer, die bereits ein Ticket gekauft haben, aus der Zielgruppe ausgeschlossen werden.

Facebook Business Manager KPIs

Social Media KPIs

Engagement Rate

Plattformen: Social Media Tools

Die Engagement Rate ist eine Kennzahl für Interaktionen in Social Media Kanälen. Als Engagement werden dabei alle Interaktionen mit den Social Media Werbungen wie Likes, Kommentare, Shares und ähnliches zusammengefasst. Social Media Werbungen können auch so erstellt werden, dass sie vor allem den Nutzern angezeigt werden, bei denen die Wahrscheinlichkeit für Interaktionen höher ist. Diese Interaktionen werden üblicherweise nur in den Social Media Tools angezeigt, in Auswertungstools wie Google Analytics werden diesen Daten nicht angezeigt.

Social Media Conversions

Plattformen: Analysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads & Social Media Plattformen

Voraussetzung: Wichtige Interaktionen müssen getrackt werden

Besonders wichtige Interaktionen werden im Online Marketing häufig als Conversions bezeichnet. Dabei wird nach weniger wichtigen Soft Conversions und wichtigeren Hard Conversions unterschieden. Für Eventmanager könnte eine Soft Conversion zum Beispiel darin bestehen, dass ein Nutzer das Event mit seinen Freunden teilt. Als Hard Conversion wäre zum Beispiel der Ticketverkauf oder das Hinterlegen des Tickets im Warenkorb zu nennen. Social Media und Google Ads Anzeigen können so optimiert werden, dass sie vor allem Nutzern angezeigt werden, die eine Conversion mit größerer Wahrscheinlichkeit auslösen. Diese Plattformen prüfen dann die Eigenschaften der Nutzer, die bereits eine Conversion ausgelöst haben, und spielt die Werbung dann Nutzern mit ähnlichen Eigenschaften aus.

Share of Voice

Plattformen: Online Plattformen wie Google Ads sowie Social Media Plattformen

Neben dir schalten oftmals auch Konkurrenten Werbung in Social Media Plattformen sowie in Google Ads. Mit dem Share of Voice wird dargestellt, wie viel Prozent deiner Zielgruppe du mit deiner Werbung auch erreichst. Dieser Wert ist gut mit den Anzeigen der Konkurrenz zu vergleichen. Daher sollte dieser Wert auch über längere Zeit beobachtet werden.

Hashtag Performance

Plattformen: Social Media Tools sowie spezialisierte Social Listening Tools

Auf Social Media Plattformen sind Hashtags wichtig, um Reichweite zu generieren. Hashtags werden von Nutzern verwendet, wenn das Event auf Social Media Plattformen geteilt wird, daher sollte der Hashtag kurz und einprägsam sein. Die richtige Verwendung von Social Media Hashtags ermöglicht die Messung der geteilten Inhalte zum Event von Teilnehmern.

Es gibt mehrere Kennzahlen, die in Bezug auf Hashtags ausgewertet werden können. Eines der Ziele der Bewerbung von Events auf Social Media Tools ist die Steigerung der Reichweite. Daher sollte die Reichweite pro verwendetem Event Hashtag ausgewertet werden. Auch ist die Anzahl der Posts mit dem Event Hashtag interessant, da sie die Inhalte der Nutzer pro Hashtag zeigt.

Story Metriken

Plattformen: Plattformen auf denen Stories beworben werden können, wie Facebook & Instagram

Stories sind eine gute Möglichkeit, um die Reichweite zu erhöhen. Besonders auf Plattformen wie Facebook & Instagram sind Stories besonders relevant. Mit Stories wird dabei ein Social Media Format bezeichnet, das mehrere Bilder enthält.

Die wichtigste Kennzahl zu den beworbenen Stories ist die Anzahl der Nutzer, die die Story gesehen haben. Da Stories aus mehreren Bildern bestehen, solltest du auch auswerten, wie viele Nutzer deiner Story alle Bilder deiner Story gesehen haben. Mit Stickern kannst du in den Stories für zusätzliche Interaktionen wie Umfragen oder Countdowns sorgen. Hier solltest du auch auswerten, wie viele Nutzer dieses Feature verwenden.

Kamera mit Einstellungen filmt Vorstellung
Foto von Donald Tong: https://www.pexels.com/de-de/foto/schwarzer-kamerarecorder-66134/

Video Performance

Plattformen: Online Plattformen und Social Media Tools wie Youtube & Instagram

Videos und insbesondere Shorts sind eine weitere Möglichkeit, um deine Reichweite zu erhöhen. Besonders gut lässt sich das für Event-Teaser, Behind the Scenes und Recap Videos verwenden. Videos können dabei im Hochformat sowie im Querformat beworben werden. Vor allem kürzere Videos im Querformat, sogenannte Shorts, sorgen üblicherweise für sehr hohe Reichweite.

Zu den beworbenen Videos können mehrere Kennzahlen ausgewertet werden. Vor allem die Anzahl der Nutzer, die ein Video gesehen haben, sind dabei besonders relevant. Zusätzlich sollte auch ausgewertet werden, wie lange das Video im Durchschnitt gesehen wurde. Dies wird meist als Average Watch Time bzw. Average Watch Percentage bezeichnet und von den meisten Plattformen zur Verfügung gestellt. Eine weitere Kennzahl, die ausgewertet werden sollte, betrifft die Interaktionen mit dem Video.

Offline KPIs für Events

Leads

Plattformen: Analysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads und CRM Tools

Als Leads werden Nutzer bezeichnet, die an deinem Event besonders interessiert sind. Diese haben bereits mit deiner Website interagiert und sind für dich daher relevanter als andere Nutzer. Der Lebenszyklus eines Leads kann in drei Schritte unterteilt werden: die Lead Generierung, der Marketing Qualified Lead (MQL) und der Sales Qualified Lead (SQL).

Die Lead Generierung ist dabei der erste Schritt im Lead Management. Ein Lead entsteht üblicherweise, wenn ein Nutzer seine Kontaktdaten, wie zum Beispiel die E-Mail Adresse, hinterlegt. Die Lead-Generierung ist der Prozess von einem neuen Nutzer bis zur Übermittlung der Kontaktdaten.

Nachdem ein Nutzer die Kontaktdaten übermittelt hat, wird er an das Marketing weitergegeben. Das Marketing-Team nutzt die hinterlassenen Kontaktdaten zum Aufbau der Kommunikation mit dem Lead. Durch Marketing Aktivitäten wird der Nutzer weiter qualifiziert, hier wird genau gemessen, für welche Inhalte sich der Nutzer besonders interessiert.

Nachdem klar ist, für welche Produkte sich ein Nutzer besonders interessiert, wird er in den Vertrieb übergeben. Das ist auch der Übergang zum Sales Qualified Lead (SQL).  Der Vertrieb bearbeitet den Nutzer weiter, bis dieser sich zum Kauf entscheidet.

Käufe

Plattformen: Analysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads und CRM Tools

Die Ticketkäufe für dein Event sind für dich natürlich die wichtigste Kennzahl für dein Eventmarketing. Das eigentliche Ziel des Eventmarketings sind mehr Besucher für dein Event. Dabei solltest du nicht nur darauf achten, wie viele Tickets verkauft wurden, sondern auch, welche Zielgruppe die Tickets gekauft hat. Vielleicht sind bestimmte Zielgruppen an deinem Event interessiert, an die du gar nicht gedacht hast.

Der Ticketkauf gibt auch Aufschluss über die Verarbeitung der Leads. Daher solltest du auch auswerten, ob der Käufer bereits als Lead bekannt ist und in welchem Lead-Stadium er sich befand.

Frauen präsentieren Firmenstrategie
Foto von Pavel Danilyuk: https://www.pexels.com/de-de/foto/sitzung-meeting-prasentation-tiefenscharfe-8424553/

Umsatz

Plattformen: Analysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads und CRM Tools

Der Umsatz ist für dich natürlich auch eine wichtige Kennzahl. Besonders wenn du dynamisches Pricing, also Preise, die mit der Zeit steigen oder Rabatte nutzt, ist der Umsatz besonders wichtig. Achte dabei darauf, dass der Umsatz bei Käufen auch getrackt wird. Damit kannst du später nachvollziehen, welcher Kanal der erfolgreichste war.

Gewinn

Plattformen: CRM Tools

Berechnung: Umsatz – Kosten

Der Umsatz bringt nur wenig, wenn du deine Kosten dabei nicht berücksichtigst. Der Gewinn berechnet sich aus Umsatz nach Abzug aller Kosten und bezeichnet das, was du am Verkauf verdient hast. Anhand des Kosten-Nutzen-Verhältnisses erkennst du auch, welche Kosten für die nächste Veranstaltung reduziert werden sollten. Um den finanziellen Erfolg der Veranstaltung zu messen, ist der Gewinn eine der wichtigsten Kennzahlen.

Return of Investment (ROI)

Plattformen: Analysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads und CRM Tools

Berechnung: Umsatz / Kosten

Der ROI ist eine weitere wichtige finanzielle Kennzahl, die ähnlich wie der Gewinn berechnet wird und vor allem in Online-Kanälen entscheidend ist. Um den ROI zu berechnen, wird der Umsatz durch die Kosten dividiert. Der ROI zeigt, wie viel Umsatz pro investierten € generiert wurde. Der ROI wird dabei meist als Dezimalzahl oder als Prozentzahl angegeben. Besonders relevant ist der ROI für Online-Kanäle, weil die Kosten hier klar abgegrenzt werden können.

In der ursprünglichen Berechnung des ROI wird der Umsatz als Kennzahl für den Erfolg verwendet. Um deine Einnahmen zu berücksichtigen, kannst du statt dem Umsatz auch den Gewinn als Kennzahl für den Erfolg verwenden.

Net Promoter Score (NPS)

Plattformen: Umfrage nach dem Event

Berechnung: % Befürwortet – % Ablehner

Die Kundenzufriedenheit enthält oftmals spontane Eindrücke von Teilnehmern und ist ein persönlicher Eindruck. Das macht die Zufriedenheit zu einer Kennzahl, die nur sehr schwer gemessen werden kann.

Der Net Promoter Score ist eine weit verbreitete Kennzahl, um die Kundenzufriedenheit zu messen, die auch für Event Teilnehmer verwendet werden kann. Im Zentrum der Kennzahl steht dabei eine Umfrage, die von Event Teilnehmern beantwortet werden soll. Der NPS basiert dabei auf der Frage: “Auf einer Skala von 1-10, wie wahrscheinlich ist es, dass du dieses Event weiterempfehlen würdest?”.

Basierend auf der Frage wird im Anschluss zwischen Befürwortern und Ablehnern unterschieden.

NPS Werte

  • 9-10: Diese Nutzer gelten als Befürworter der Veranstaltung. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Nutzer das Event ihren Freunden weiterempfehlen, ist sehr hoch.
  • 7-8: Diese Nutzer gelten als passive Teilnehmer. Sie sind zwar zufrieden mit dem Event, die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihren Freunden von dem Event erzählen, ist jedoch nur gering.
  • 0-6: Diese Nutzer gelten als Ablehner. Sie hatten ein negatives Event-Erlebnis und könnten deinem Event potentiell auch schaden.

NPS Berechnung

Der NPS wird berechnet, in dem der Prozentzahl der Befürworter die Ablehner in Prozent subtrahiert werden.

Der NPS eignet sich auch optimal dafür, um ihn regelmäßig bei mehreren aufeinanderfolgenden Events zu messen. Damit kann die Steigerung der Zufriedenheit beobachtet werden.

Zusätzlich zu der Frage nach der Weiterempfehlung sollte in der Umfrage auch gefragt werden, was besser gemacht werden könnte.

Partygäste feiern im Club
Foto von Wolfgang: https://www.pexels.com/de-de/foto/foto-von-leuten-die-ein-konzert-sehen-2747449/

Neue vs. wiederkehrende Teilnehmer

Plattformen: CRM Tools

Wie bereits erwähnt, sollten nicht nur die Käufe alleine ausgewertet werden, sondern auch wer die Tickets kauft. Dabei solltest du besonders darauf achten, ob die Teilnehmer schon an vorherigen Veranstaltungen teilgenommen haben, oder nicht. Je nachdem, ob der Teilnehmer neu oder wiederkehrend ist, sollten sie auch anders behandelt werden.

Wiederkehrende Teilnehmer sind mit deiner Veranstaltung wahrscheinlich zufrieden. Viele dieser Teilnehmer würden deine Veranstaltung im Net Promoter Score auch weiterempfehlen. Auch haben sie ihren Freunden bereits von deinem Event erzählt. Wenn du für dein Event zum Beispiel Rabatte anbietest, wenn mehrere Tickets gekauft werden oder wenn das Ticket aufgrund einer Weiterempfehlung gekauft wurde, würden diese Nutzer profitieren.

Neue Teilnehmer sind für dich wichtig, um deine Reichweite auszubauen und neue Zielgruppen zu erreichen. Diese Nutzer haben oftmals nur das Bild von der Veranstaltung, das ihnen in der Werbung suggeriert wurde. Hierbei ist es wichtig, dass deine Veranstaltung das hält, was sie den neuen Teilnehmern verspricht. Wie bereits erwähnt, sollte in der Umfrage nach der Veranstaltung auch gefragt werden, was das nächste Mal besser gemacht werden könnte. Besonders Feedback von neuen Nutzern sollte dabei beachtet werden.

No Show Rate

Plattformen: CRM Tools bzw. Check In beim Event

Berechnung: Event-Teilnehmer bei Check In / Eventanmeldungen

Als Veranstalter von Events möchtest du verhindern, dass interessierte Nutzer sich Tickets für dein Event kaufen, doch dann nicht daran teilnehmen. Die No-Show-Rate misst die Anzahl der Event-Teilnehmer im Verhältnis zu den Event Anmeldungen. Ist diese Kennzahl hoch, sorgt sich für hohe Kosten, die verhindert werden können. Besonders bei kostenlosen Events ist die No Show Rate oftmals sehr hoch.

Zusammenfassung der wichtige KPIs für Events

KPIKurzbeschreibungPlattformen/Tools
ReichweiteAnzahl der Nutzer, die mit Werbung erreicht werden können.Online Plattformen wie Google Ads, Instagram, TikTok
Website ZugriffeAnzahl der Zugriffe auf die Website von NutzernAnalysetools wie Google Analytics 4
InteraktionenAnzahl der Interaktionen auf der WebsiteAnalysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads
Engagement RateProzentzahl der Interaktionen verglichen mit allen WerbeansichtenSocial Media Tools
Social Media ConversionsAnzahl der wichtigen Interaktionen durch die WerbungAnalysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads & Social Media Plattformen
Share of VoiceProzentzahl der gesamten Reichweite die eine Anzeige gesehen habenOnline Plattformen wie Google Ads sowie Social Media Plattformen
Hashtag PerformanceInteraktionen mit dem verwendeten Event HashtagSocial Media Tools sowie spezialisierte Social Listening Tools
Story MetrikenInteraktionen mit den beworbenen Social Media StoriesPlattformen auf denen Stories beworben werden können, wie Facebook & Instagram
Video PerformanceInteraktionen mit den beworbenen VideosOnline Plattformen und Social Media Tools wie Youtube & Instagram
LeadsAnzahl interessierter NutzerAnalysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads und CRM Tools
KäufeAnzahl an TicketverkäufenAnalysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads und CRM Tools
UmsatzSumme der Einnahmen durch den TicketverkaufAnalysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads und CRM Tools
GewinnUmsatz abzüglich aller entstandenen KostenCRM Tools
Return of Investment (ROI)Umsatz pro eingesetztem €Analysetools wie Google Analytics 4 sowie Online Plattformen wie Google Ads und CRM Tools
Net Promoter Score (NPS)Auswertung der Kundenzufriedenheit von TeilnehmernUmfrage nach dem Event
Neue vs. wiederkehrende TeilnehmerZeigt ob Teilnehmer schon öfters am Event teilgenommen haben aber nichtCRM Tools
No Show RateProzentzahl der Registrierungen die nicht am Event teilnehmenCRM Tools bzw. Check In beim Event

Die Funktion von UTM Parametern

Um die Performance von Event Marketing richtig auszuwerten, muss klar sein, von welchem Kanal bzw. welcher Werbung die Interaktionen und Ticketverkäufe kamen. Für Auswertungstools wie Google Analytics und CRM ist das teilweise schwer nachvollziehbar, vor allem wenn keine Informationen mitgegeben werden. Mit sogenannten UTM Parameter können Informationen über den Kanal bzw. die Werbeanzeige selbst mitgegeben werden.

UTM Parameter haben dabei mehrere Bestandteile, wobei nicht alle davon verpflichtend befüllt werden müssen:

  • Source: Bezeichnet den Kanal der Werbung. Beispiele dafür sind “google”, “facebook” und andere Kanäle. Diese Angabe ist verpflichtend.
  • Medium: Medium der Werbung, da es sich meist um bezahlte Werbepositionen handelt wird hier meist “cpc” für Cost per Click oder “paid” verwendet. Diese Angabe ist verpflichtend.
  • Name: Name der Kampagne, die beworben wird. Diese Angabe ist nicht verpflichtend, aber empfohlen.
  • Term: Das Keyword, das beworben wird. Diese Angabe ist nicht verpflichtend, aber vor allem für Google Ads Suchanzeigen relevant. Hier kann auch die Anzeigengruppe mitgegeben werden, um die Werbezugriffe besser unterscheiden zu können.
  • Content: Der Inhalt der Werbeanzeige. Diese Angabe ist nicht verpflichtend, aber vor Allem empfohlen, wenn in einer Anzeigengruppe mehrere Anzeigen enthalten sind.

Die UTM Parameter können einfach an die beworbene Zielseite angehängt werden. Wird zum Beispiel die Startseite mit einer Kampagne zur Steigerung der Reichweite in Facebook mit Videos beworben, so könnte der UTM Parameter wie folgt aussehen:

  • Beworbene URL: https://shareyourparty.de/
  • Zielseite:https://shareyourparty.de/?utm_source=facebook&utm_medium=paid&utm_campaign=steigerung-reichweite&utm_content=video

Eine Hilfe um passende UTM Parameter zu erstellen, findest du unter https://ga-dev-tools.google/ga4/campaign-url-builder/.

UTM-Parameter sind ausschließlich für die Auswertung relevant, für die Ausspielung der Werbung haben sie keinen Effekt. Besonders bei der Auswertung mit Google Analytics müssen dabei Standards eingehalten werden, damit die Interaktionen dem richtigen Kanal zugeordnet werden können. Google Ads Kampagnen müssen dabei als source “google” und medium “cpc” verwendet werden, damit sie richtig zugeordnet werden können.

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